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15 Juli 2017

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 Juli 15, 2017
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Superlative in Werbetexten
Kategorie Werbetexter

„Wenn Werbung als Superman startet und als Bettvorleger landet …“

 

Wir leben in einer Welt der Superlative: Super! Größter, bester, schnellster, …

 

Ausnahmekünstler! Absoluter Ausnahme-Wissenschaftler! Allerhöchste Qualität! Optimalste!!! Lösung…

 

Jeder versucht jeden zu übertrumpfen. Sei es in der Politik durch aggressive Drohungen. Oder in der Kunst mit immer mehr Nacktheit, ehrverletzender Bloßstellung und Vulgarität, so dass man sich befremdet fragt: Ist das wirklich noch Kunst? Fernsehsendungen und Social Media Auftritte werden scheinbar immer schriller, geistloser und gewöhnlicher…

 

Superlative in Werbetexten: Hauptsache auffallen, um jeden Preis.

 

Wie könnte es da in Werbung und Marketing anders sein?

 

Gier und Angst werden als emotionale Trigger regelrecht ausgewrungen. Superlative in Werbetexten werden noch zu Supersupersuperlativen gesteigert. Dafür wird die deutsche Sprache schonmal gnadenlos massakriert. Es muss das höchste der Gefühle sein. Denn nur der Beste sein kann ja jeder. Oder?

 

Jeder muss das neueste, coolste Smartphone besitzen, das dickste Auto fahren, die sexieste Frau auf Erden haben oder den attraktivsten Mann. Da könnte es schon eng werden, bei diesem Andrang ;-). Wettbewerb unter den Käufern belebt das Geschäft. Und natürlich lebt „man“ in traumhaften Kulissen und exklusiven Häusern und verdient idealerweise Millionen. Wie im wahren Leben. Was sollte Mensch auch sonst anstreben?

 

Grübel …

 

Im Internetmarketing wird das Ganze dann noch auf die Spitze getrieben. Ein Superlativ jagt den nächsten Superlativ in Werbetexten auf Landingpages, Bannern und in E-Mails. Ein Versprechen ist größer als das andere. Zuweilen habe ich den Eindruck, ich bin nur noch von Internetmillionären umgeben. Alles Supermänner und -frauen.

 

Aber wehe, wenn man genauer hinschaut…

 

Da werden die aufgeblähten, aggressiven Superhelden und -heldinnen schnell genauso lächerlich, wie ihre knallfarbenen, fliegenden Comic-Pendants in ihren viel zu engen Strumpfhosen.

 

ANDERS ist besser! Nicht lauter oder immer mehr.

 

Wie früher die Marktweiber schreit einer lauter als der andere, um Kunden zu gewinnen und an die Spitze seiner Branche – und natürlich der Society – zu kommen. Frei nach dem Motto: Wenn ein Baby schreit, kümmern sich sofort alle um das Kind. Volle Aufmerksamkeit.

 

Was dabei vergessen wird: Wenn alle Babies gleichzeitig schreien und sich gegenseitig damit „anfeuern“, weiß keiner, um wen er sich zuerst kümmern soll. Ja, nicht einmal, welcher der Schreihälse zu einem gehört, wenn man mal nur nach dem Lärm urteilt. Es genügt nicht, Aufmerksamkeit zu erheischen, wenn dahinter keine Botschaft erkennbar ist.

 

Aufmerksamkeit ist wesentlich. Keine Frage. Wenn dann aber kein klarer Nutzen für den potenziellen Kunden erkennbar ist, verpuffen die Werbebudgets im Nichts. Dann reicht es bestenfalls für eine lobende Erwähnung oder einen Pokal der Werbewirtschaft. Dieser Nutzen kann durchaus rein emotionaler Natur sein. Aber:

 

Ohne Botschaft keine Kunden.

 

Emotionen sind das Salz in der Werbesuppe. Fühlen Sie generell nur Angst und Gier? Oder erleben Sie auch Gefühle wie Liebe, Wertschätzung, Hoffnung, Unsicherheit, Neugier, Eitelkeit, …? Sehen Sie. Ihre potenziellen Kunden auch. Und diese Emotionen sind ebenfalls hoch wirksam, aber üben nicht denselben Druck aus wie Angstmacherei oder ungezügelte Gier. Gehen Sie auf Augenhöhe und mit Respekt auf Ihre Interessenten zu.

 

Beleidigen Sie weder die Person noch deren Intellekt. Sonst werden Sie keine fruchtbare Kundenbeziehung aufbauen. Niemand ist ein Idiot, weil er Ihr Angebot nicht annimmt. Entweder kann oder will derjenige Ihr Angebot im Moment nicht annehmen oder er hat gerade keinen Bedarf daran. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht später. Das darf jeder frei entscheiden.

 

Kein Grund, Ihrem Interessenten mitzuteilen, dass Sie „erschüttert“ sind, dass er Ihr Angebot nicht angenommen hat. Das ist einfach nur dumm und unverschämt – Ihrerseits. Ich hoffe, Sie gehören nicht zu den Versendern solcher unangemessenen E-Mail-Kampagnen. Denn leider gibt es die wirklich.

 

Pssst … Ich flüstere Ihnen etwas

 

Ihre Begeisterung für Ihr Angebot muss der Interessent natürlich spüren und sich davon anstecken lassen. Das geht aber auch ohne Pauken und Trompeten. So, wie Sie Ihrem besten Freund oder Ihrer besten Freundin Ihren Lieblingsfilm oder ein Restaurant empfehlen würden. Werben Sie mit gezielt und sparsam eingesetzten Adjektiven und streichen Sie übertriebene Superlative in Werbetexten. Wenn es nicht ohne Superlative geht, bitte sparsam verwenden und in der grammatikalisch richtigen Form. Alles andere ist übertrieben und lächerlich. Damit büßen Sie Glaubwürdigkeit ein.

 

Übertreibungen, künstliches Aufbauschen und zu bunte Aufmachungen sind für den Empfänger Ihrer Werbebotschaften in E-Mails, auf Webseiten, in Anzeigen oder Fernsehspots etc. nur eines: LÄRM.

 

Was will ich Ihnen damit sagen?

 

Lärm ist Stress. Lärm belästigt. Lärm irritiert.

 

Genau das ist nicht der Weg, der zuverlässig und nachhaltig zu Kunden führt. Übertriebene oder zu viele Superlative in Werbetexten sind Lärm.

 

Wenn Sie sich in den Reigen der Marktschreier einreihen, werden Sie von Ihren Wunschkunden nicht wahrgenommen. Sie gehen glatt im Tumult unter. Immer mehr Kunden sagen uns: Bloß nicht solche abgedroschenen Headlines! Bloß nicht solche kreischend aggressiven Texte!

Ist ja auch logisch:

 

Wenn alle schreien, hört keiner zu. Wenn alle dasselbe tun, fällt keiner auf. Es gibt immer einen, der noch lauter, billiger, schriller kann. Wenn Sie künftig aus der Masse hervorstechen und wohltuender Balsam für die Seele und das Geschäft Ihrer potenziellen Kunden sein wollen: Seien Sie anders! Machen Sie das Gegenteil von allen anderen!

 

Klasse statt Masse

 

Überzeugen Sie durch Substanz, durch Kompetenz und Präsenz. Dann können Sie sich eine Menge Frust und Kosten für Marketing und Werbung sparen. Wenn Sie zum passenden Zeitpunkt genau die Problemlösung anbieten, die Ihr potenzieller Kunde gerade sucht, müssen Sie nicht schreien. Nur da sein.

 

Flüstern Sie Ihren Kunden, wer Sie sind, was Sie für sie tun können und warum Sie für sie die beste Lösung sind! Auch wenn alle anderen bunt schillern und ihnen die Welt versprechen. Am Ende zählt, wer seine Versprechen auch halten kann. Oder wie unser kürzlich verstorbener Altkanzler Helmut Kohl zu sagen pflegte: „Es kommt darauf an, was hinten herauskommt.“ Glauben Sie mir, irgendwann merken das auch die potenziellen Kunden. Und wer es nicht merkt … Nicht Ihre Kunden!

 

Wie Sie das am besten machen – ob mittels Content-Marketing, E-Mail-Marketing, Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinen-Marketing – dazu beraten wir Profitexter Sie gern. Und wir helfen Ihnen bei der Umsetzung. Denn was Sie auf jeden Fall dazu brauchen und was die meisten Marktschreier nicht haben, sind verkaufsstarke Texte mit überzeugenden Argumenten, stichhaltigen Beweisen und klaren Worten, die Ihre Kunden da abholen, wo sie gerade stehen und Sie am dringendsten brauchen. Sprechen Sie uns an: Anfrage!

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