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19 Juli 2011

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 Juli 19, 2011
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Kategorie Werbetexter

Verschenken Sie nicht länger täglich tausende von Euros an Umsatz, sondern gestalten Sie endlich Ihre Webseiten für die barrierelose Kommunikation mit der kaufkraftstarken Generation 50plus!

Wissen Sie, dass die Generation 50plus die einzige und zugleich am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe ist? Sie vergrößert sich stetig, während die Gruppe der 14 bis 49-Jährigen stetig schrumpft.

Wissen Sie, dass die Kaufkraft dieser Generation etwa viermal so hoch ist wie die der Durchschnittshaushalte und ihr frei verfügbares Geldvermögen etwa dreimal so hoch wie das der bis 20-Jährigen? Junge Alte haben viel Zeit und Ambitionen, das Geld auch auszugeben, wenn vernünftige Angebote vorliegen!

Noch sind eigens für “Senioren“ gestaltete Websites die Ausnahme. Sei es, weil die Web Designer einfach zu jung sind, um sich in ältere Menschen hineinzudenken, sei es, weil Berührungsängste mit dem Alter bestehen.

Aber auch viele Unternehmen ignorieren das „Goldene Marktsegment“ oder wissen nicht, wie sie die kaufkräftige und konsumerfahrene Zielgruppe 50plus im Internet nutzengerecht und barrierelos erreichen.

Hier die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Kommunikation mit reifen Menschen im Internet:

  • Websites mit ruhigem, orientierungsfreundlichem Kommunikations-Design, mit klarem Seitenaufbau, angenehmen Farben sind, unter Berücksichtigung des Bedürfnisses nach Austausch und Unterhaltung (1),
  • Ältere Menschen haben grössere Schwierigkeiten, Details zu unterscheiden. Deshalb sind Unterschiede auf dem Bildschirm deutlich hervorzuheben
  • Da die Farbempfindlichkeit und Farbunterscheidungskraft altersbedingt nachlässt, ist die Farbwahl besonders wichtig. Auf Grün und Blau (2) mit unterschiedlicher Bedeutung ist zu verzichten, ebenso wie auf dunkle Schrift auf dunklem Hintergrund (3)
  • Die Wahrnehmungsflexibilität sinkt ebenfalls mit dem Alter. Es wird mehr Zeit benötigt, um Informationen auf dem Bildschirm aufzunehmen (4) und zu lesen. Deshalb sollten die Zeichen auf dem Bildschirm sehr groß sein (5)
  • Da es für Ältere schwerer ist, wichtige und unwichtige Informationen auseinander zu halten, sollte die Menge der angebotenen Informationen minimiert sein, das heißt, nur die wichtigsten Informationen präsentiert werden. Websites für „Senioren“ zu gestalten, bedeutet eben mehr, als nur grosse Schrifttypen.

13 wichtige Spielregeln zur Gestaltung seniorenfreundlicher Websites:

  1. Vermitteln Sie Vertrauen und Kompetenz
  2. Sprechen Sie zu „Senioren“ in ihrer Sprache
  3. Versetzen Sie sich in ihre Gefühle und Situationen
  4. Betonen Sie traditionelle Werte
  5. Seien Sie in der Wortwahl subtil und behutsam
  6. Seien Sie in der Formulierung klar, eindeutig und wahrhaftig
  7. Wiederholen Sie wichtige Informationen mehrmals
  8. Versuchen Sie nie mehr als ein Produkt auf einmal zu verkaufen
  9. Kommen Sie ohne Umschweife auf den Punkt
  10. Vermeiden Sie englische Begriffe
  11. Geben Sie der Problemlösung, dem Gebrauchsnutzen und dem Service eine höhere Bedeutung als dem Preis und der emotionalen werblichen Aufladung
  12. Sprechen Sie in Text und Bildern bewusst die Wünsche und Bedürfnisse der „Senioren“ an – nicht ihr Alter
  13. Verwenden Sie skalierbare Schrift, bekannte Schriftarten und einen großzügigen Zeilen-Abstand, sowie eine übersichtliche Gliederung

Erklärungen:
(1) Für „Senioren“ ist Konsum mehr als nur Kaufen! On- oder Offline, Einkaufen ist für „Senioren“ neben der Versorgungsfunktion vor allem eine Erlebnisfunktion; soziale Kontakte zu knüpfen und mit dabei zu sein.

(2) Im Alter trübt die Linse und wird gelblich, dadurch wird mehr violettes Licht herausgefiltert. Die Folge: Farbtöne wie Grün, Blau oder Violett können nicht mehr so gut voneinander unterschieden werden. Gut zu unterscheiden sind Rot- und Gelb-Töne.

(3) Je geringer die Helligkeit, desto geringer die Sehschärfe, denn die Netzhaut erhält weniger Licht. Deshalb brauchen ältere Menschen mehr Licht! Bei einem 65jährigen kommt nur noch 30 Prozent des Lichts an, das bei einem 20jährigen auf die Netzhaut trifft. In der Netzhaut des Auges sitzen ausser den Lichtinnenzellen noch weitere Nervenzellen, die das Bild der Aussenwelt über verschiedene Skizzen an das Gehirn weiterleiten, um dort zu einem – subjektiv – vollständigen Bild der vollständiger das Bild.

(4) Ungefähr ab dem 45. Lebensjahr nimmt die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und -verarbeitung sowie das Reaktionsvermögen ab. Im Alter lässt vor allem die rechte Gehirnhälfte – zuständig für die Verarbeitung nichtsprachlicher Informationen – nach.
Deshalb ist es wichtig, dass Bilder, die sich an die älteren Zielgruppen wenden, klar dargeboten werden, damit sie auch klar erfasst werden.

(5) Im Alter tritt ein Verlust der Sehschärfe bis zu 80 Prozent ein – sowohl im Nah- als auch im Fernbereich; besonders bemerkbar bei geringer Beleuchtung. Auch die Leistungsfähigkeit der einzelnen Zellen lässt nach und die Pupille wird kleiner. So beträgt die Pupillengröße eines 80jährigen Menschen nur noch die Hälfte der eines 20jährigen.
Damit verbunden sind Schwierigkeiten beim Lesen, besonders wenn die Schrift zu klein ist. Erst ab 5 mm können Buchstaben gelesen werden. Deshalb mindestens 12 Punkt als Mindestgröße oder direkt skalierbare Schrift verwenden, sodass ältere Leser die Schrift Ihren Bedürfnissen anpassen können.

Fazit:

Usability-Verbesserungen für ältere Menschen sind immer auch für Jüngere!
Auch Menschen mit Konzentrationsproblemen, Leseschwächen oder geringer Schulbildung sind nicht selten Teil der Zielgruppe einer Website. Genauso sind Surfer mit alter Hardware oder langsamen Internetanbindungen in der Nutzung vieler Websites stark eingeschränkt. Solche Nutzer profitieren von einer seniorenfreundlichen, barrierefreien Website ebenso. Und nicht vergessen:

„Seniorenfreundlich bedeutet immer auch kundenfreundlich!“

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Lisa
4. Mai 2012 10:34

Sie haben völlig recht, als junger Mensch achtet man nicht auf Schriftgrößen auf Internetseiten etc, doch gerade Seiten zur Seniorenpflege sollten diesen unauffälligen Service bieten, um sich für die Senioren attraktiver zu machen. Als ich jetzt meiner Oma eine Einführung in den Umgang mit PC und Internet gegeben habe, fiel mir erst auf wie viele Hürden es außerdem noch gibt neben der Schriftgröße. Die Tastatur war zu klein doch eine Seniorentastatur für über 100 € kaufen? Niemals. Auch die Maus passte nicht in Ihre Hand. Komisch, dass dieser Zweig noch so wenig angegangen wird.

SDomahs
29. Juli 2011 12:25

Hallo Edwin, schön, dass du die Bezeichnung „Senioren“ mit den Gänsefüsschen etwas abschwächst. Ich habe bei einem früheren Projekt die Erfahrung gemacht, dass die Generation 55+ gar nicht als „Senioren“ bezeichnet werden will. Auch nicht mit 65+, weil es wahrscheinlich nach alt und hilfebedürftig klingt. Ist natürlich schwer, eine andere Bezeichnung zu finden. „Menschen im besten Alter“ ist zu kompliziert, irgendeinen Namen muss das „Kind“ ja haben. Welche Erfahrung hast du gemacht? Apropos hilfebedürftig: Ein extra für „Senioren“ entwickelter Computer mit größeren Tasten und leichterer Bedienung verkaufte sich Null. Mich wundert’s nicht – denn wer will schon gern aufs Butterbrot… Weiter lesen »

Martina Roters
Webmaster
22. Juli 2011 13:57

JA! Von den Sehproblemen bin ich auch langsam betroffen – und jetzt kann ich meine Mutter verstehen, die sich immer über das schlechte LIcht in unserer Wohnung beklagt hat… Das Wichtigste ist hier wie bei vielen anderen Dingen: Von den Verbesserungen profitieren alle- auch die, die es noch nicht „nötig“ haben!

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