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6 Dezember 2009

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 Dezember 6, 2009
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Kategorie Werbetexter

Wie sich mein Werbebrief mit Hilfe von ein paar weniger populären Word-Funktionen entfaltet:

Jede/r schreibt ja anders.
Ich persönlich schreibe ziemlich aus dem Unterbewusstsein heraus.
Aus dem Grund halten sich die daraus auftauchenden Ideen – bei mir jedenfalls – nie so an die klassische Reihenfolge beim Aufbau eines Verkaufstexts:

Headline
Einstieg
Body Copy ( inkl. Bullets)
Schluss
PS

Nun kommt vor allem Schreiben natürlich zuerst die Recherche. Vielleicht sollte ich dazu später mal einen eigenen Beitrag schreiben.
Nehmen wir im Moment einfach an, die Recherche ist gründlich durchgeführt, und unser Kopf ist voll mit Wissen über das Thema. Dann geht es ans Schreiben.
Ich persönlich beginne meistens mit dem Entwerfen von mindestens 30, besser noch mehr Headlines. Das geht übrigens leichter, wenn man sich bei einem Altmeister wie Robert Boduch Anregungen holt.
Da mögen „Experten“ noch so oft betonen, dass Multi-Tasking ineffizient ist, mein Hirn hält sich einfach nicht daran!
(Hätte ich auf die Experten gehört, wäre ich nie Simultandolmetscherin geworden.)
Ziemlich häufig bin ich mitten im Headline-Schreiben und es fällt mir eine gute Formulierung für die Body Copy ein oder umgekehrt.
Und da es mir hochgradig ineffizient erscheint, sich die aufkeimenden Ideen immer auf separaten Zetteln zu notieren, habe ich nach und nach gelernt, gewisse, z. T. nicht so bekannte Word-Funktionen zu nutzen:

Zuerst nennen möchte ich da die „Teilen“-Funktion.
Das ist in der Höhe des Lineals eine unscheinbarer, kurzer, schwarzer Strich (bei Word 2007, bei der vorherigen Word-Version war es auch oben rechts, ich glaube er war aber nicht schwarz, sondern hell und genauso unscheinbar). Wenn man mit der Maus drüberfährt, ergibt sich so eine doppelte waagrechte Linie mit einem Doppelpfeil, wie man es aus Excel kennt, wenn man mit der Maus die Zeilenhöhe verstellt.
Zieht man dieses Symbol bei gedrückter Maustaste nach unten, dann spaltet sich das Word-Dokument in der Waagerechten in zwei Hälften. Nun kann ich im oberen Teil fröhlich Headlines kreieren und immer, wenn mir eine gute Formulierung für andere Textteile einfällt, schreibe ich sie in den unteren Teil. (Ob mein Gehirn dann an den Headlines oben heimlich weiterarbeitet, weil diese noch im Blick sind, kann ich nicht sagen, doch ausschließen möchte ich das nicht.)
Für alle, die das jetzt gleich ausprobiert haben und ihr Word-Dokument wieder am Stück haben möchten: Die Trennlinie wird man wieder los, indem man sie doppelklickt.

Noch besser, doch auch ein wenig anspruchsvoller wird es mit der Funktion Hyperlink. Das lohnt sich erst bei etwas größeren Textprojekten:
Ich gebe am Anfang meines Dokuments verschiedene Schlagworte ein, z. B. Headline, Bodycopy, PS, was immer ich brauche.

Beispiel: An der Stelle im Text, wo ich Ideen zum PS niederschreibe, füge ich eine Textmarke ein (Einfügen -> Textmarke), nenne sie PS und drücke Hinzufügen. Dann gehe ich zu meiner Schlagworte-Zeile am Textanfang und drücke dort mit der rechten Maustaste auf PS, wähle Hyperlink an, gehe in der linken Spalte auf Aktuelles Dokument und wähle im großen Fenster in der Mitte dann die Textmarke PS aus (per Doppelklick).

Wenn mir dann unverhofft eine Idee zufliegt, springe ich zum Seitenanfang (STRG+Pos1), wähle den jeweiligen Hyperlink an und notiere mit die Idee im entsprechenden Abschnitt.
Kein langwieriges Scrollen mehr!

Das sieht geschrieben viel komplizierter aus als in Wirklichkeit. Einfach mal ausprobieren!
Und wer ähnliche Tricks verwendet, bitte hier das Füllhorn ausschütten, immerhin ist Vorweihnachtszeit!

Martina Roters

Martina Roters

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