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1 Juni 2018

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 Juni 1, 2018
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Information overkill

Mit diesem ungewöhnlichen Titel wollte ich Sie natürlich ein wenig provozieren.

Natürlich nur, weil ich Sie dazu bringen möchte, über ein Problem nachzudenken, das ihr Leben und Ihren Erfolg jeden Tag beeinflusst– und Ihnen auch eine mögliche Lösung vorzuschlagen.

Inspiriert wurde ich hierzu von einem Artikel des Autors Michael Simmons. Er verglich den Schwall an Informationen, der heute in unsere Köpfe fließt – ja, auch in meinen – als Informations-Junkfood.

Bitte überlegen Sie einmal einen Moment, auf welche Art und Weise Sie im letzten Monat etwas dazugelernt haben. (Pause).
Und jetzt überlegen Sie auch, welche Massen an Irrigem, Unwichtigem und Ablenkung sie gleichzeitig mit aufgenommen haben.

Fakt ist, dass das die Informationsflut so stark angestiegen ist, dass nach einer Schätzung von Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft in München allein die wissenschaftlichen Veröffentlichungen sich alle 9 Jahre verdoppeln.

Subjektiv ist das Problem übrigens gar nicht neu. So fragt man sich, ob schon zur Römerzeit der alte Seneca so etwas ähnliches wie ADHS wahrnahm:

“Frage dich aber, ob nicht die Beschäftigung mit vielen Schriftstellern und das Lesen von Büchern mannigfachsten Inhaltes
einer großen Unstetigkeit und Eilfertigkeit Vorschub leistet.”

Die Informationsexplosion hat mittlerweile schon einen eigenen Wikipedia-Artikel.
Wobei ich meine, dass wir es im täglichen Leben ja eher mit einer Desinformationsexplosion zu tun haben.

Denn obwohl dank des Internets jeder Bürger demokratischen Zugang zum Informations-Schlaraffenland hat, liegt in der Art des Zugangs zugleich auch ein Problem.

Wonach entscheiden Sie, auf welche interessanten Angebote Sie in Ihrem Newsfeed klicken? Wenn Sie die gängigen Einstellungen haben, dürfen Sie davon ausgehen, dass die Ihnen angebotenen Informationshäppchen so sortiert sind, dass sie in ihr bisheriges Weltbild passen, denn der Algorithmus will nichts anderes als sie so lange wie möglich in ein und derselben Sphäre zu binden.

 

Bringt Sie das dann weiter?

Nö. Es ist als würden Sie immer weitere Apfelkuchen-Rezepte lesen, nur eben dann auch mit Rosinen oder mit Mandeln.

Aber die Frage selbst bringt Sie weiter. Stellen Sie sich jedes Mal, wenn Sie eine interessante Artikel-Headline sehen, die Frage:

 

Bringt mich das Lesen dieses Artikels / das Ansehen dieses Videos in meinem Leben (vermutlich) weiter?

 

Wenn Sie das konsequent tun, dann nehmen Sie mehr „fremden“ Content auf, der Ihnen neue Erkenntnisse beschert.

Und neue Erkenntnisse bewirken neue Handlungsweisen – und die die Chance auf mehr Erfolg!

Probieren Sie es mal eine Woche konsequent aus!

Und ich hätte sehr gern Ihr Feedback oder Ihre Vorschläge, wie Sie dieses Problem alternativ angehen. Bitte antworten Sie mir in einem Kommentar!

 

PS: Verfallen Sie auch nicht in den Fehler der „Überinformation“:

Vielleicht ist es ja für meine Generation, die aus der Informationswüste in den Informations-Tsunami geraten ist, eine besonders große Versuchung:
Wir meinen, wir müssten diese vorhandenen Informationen auch unbedingt alle nutzen. Als ich einen neuen Drucker brauchte, habe ich so lange über Drucker recherchiert und auch bei Amazon Kundenrezensionen studiert bis ich mich endlich für einen entschieden hatte, bei dessen Kauf ich ein gutes Gefühl hatte (es war übrigens ein Brother und bisher hat er mich auch noch nie im Stich gelassen).
Aus der Retrospektive könnte ich sagen: Wenn ich die Zeit, die ich für die Recherche aufgewendet habe, in Geld umrechne, hätte der Drucker ruhig vorzeitig ausfallen und ich einen neuen kaufen können.
Was mich nun aber tröstet, ist, dass dadurch unnötiger Plastik- und Elektronikmüll angefallen wäre, der durch meine hoffentlich auch längerfristig klügere Kaufentscheidung vermieden wurde.

 

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