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14 April 2014

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 April 14, 2014
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Manche Themen werden von nahezu 100 % der Menschen gehasst. Zu Recht, wie etwa die Atomkraft.

Und natürlich sollte man Atomkraft nicht bewerben, angesichts Fukushima oder der problematischen Endlagerung. Allerdings:

Es existiert ein Phänomen, das in Deutschland kaum beachtet wird:

„Grüne Atomkraft“

Es handelt sich dabei um neuartige Technologien, die Thorium als spaltbares Material nutzen. Dieses Element hat erstaunliche Eigenschaften:

  • Thorium ist gut verfügbar und kann Erdöl, Erdgas, Kohle komplett ersetzen. Energie für
      tausende Jahre!
  • Diese Energie entsteht fast ohne CO2-Ausstoß. Klimaziele könnten demnach leichter erreicht werden
  • Thorium ist nicht waffenfähig wie Uran
  • Anwendbar bei Autos. Ein mal „Tanken“ reicht 12,5 Jahre
  • Auch nutzbar bei Schiffen, LKWs, Flugzeugen
  • Keine Kettenreaktion möglich
  • Immer mehr prominente Befürworter: Bill Gates, Hans Blix (Ex-Außenminister von Schweden).
  • Sogar Greenpeace-Aktivisten sind zunehmend begeistert.

Es gibt also sehr starke Vorteile. Und moralische Bedenken wie bei herkömmlicher Kernenergie fallen hier weg. Die Folge:

Thorium-Energie entwickelt sich zum Trend

Weltweit laufen Forschungs-Programme zu diesem Thema: U. a. in den USA, Frankreich, Groß-Britannien, Kanada, Russland, China, Tschechien. UND:

In China werden Thorium-Reaktoren bereits gebaut. Indien will bis 2050 ein Drittel seines Stroms auf diese Weise erzeugen. In Norwegen liefert ein Thorium-Reaktor Strom. Schon seit 2013 …

Die Frage ist jetzt:

Ist all das interessant für Investoren?

Selbstredend! Schließlich beginnt die Entwicklung erst. Und es gibt nur wenige Unternehmen, die hier involviert sind. Aktien solcher Unternehmen haben ein sehr starkes Kurspotenzial.

Doch wie kann man einen solchen Trend bewerben?

Das Problem ist, dass Sie als Texter nicht einfach sagen können: „Lieber Investor, Sie können reich werden. Mit der neuen Atomkraft!“

Hier muss Ihnen klar sein, dass der Leser (gerade beim Thema Kernenergie) eine vorgefasste negative Meinung hat.

Diese Meinung wurde in Jahren, Jahrzehnten aufgebaut und gefestigt. Durch dutzende Fernsehberichte, Zeitungsartikel. Und SIE als Werber …

… können diese Meinung nicht einfach in einer Sekunde ändern. Selbst mit der besten Headline der Welt schaffen Sie das nicht. Allein das Wort „Atomkraft“ löst beim Leser derartigen Widerstand aus, dass er aufgebracht ist und vermutlich wegklickt.

Was tun? Sie könnten so vorgehen:

Sie wissen, dass 90 % der Investoren Männer sind. Und demnach vermutlich Auto-affin. Sie könnten also einen Thorium-Vorteil einbauen, der sich auf Autos bezieht. Und schon haben Sie einen Aufhänger!

Und danach können Sie weitere Fakten nennen, die den Leser neugierig machen. Hier ein Beispiel aus meiner jüngsten Werbung:

_________________________________

Sie „tanken“ ein einziges mal.
Und fahren damit 12,5 Jahre!

1 Gramm des Materials enthält die Energie von 28.000 Litern Benzin!

Den wahren Nutzen aber kennen nur Insider:

Das Zeug stoppt die Energie-Krise. Denn
es ersetzt alles Öl, Kohle und Uran.

Das hier nötige Know how besitzt vor allem eine AG. Darum ist folgende Frage berechtigt:

„Schlagen Sie hier den
Microsoft-Kursgewinn
von 9.329 % …?”

Sehr denkbar. Denn Microsoft-Gründer Bill Gates
investiert schon heimlich in dieses Know how!

Und SIE holen dabei den wohl größten Gewinn Ihres Lebens. Die Anleitung dazu entdecken Sie nur hier …
_______________________________________

Im Original ist dieser Einstieg natürlich grafisch noch aufgepeppt. Aber man sieht auch hier schon, dass der Leser in den Text gezogen wird.

Wichtig:

Dass Wort „Atom“ fällt erst auf Seite 9. Zuvor wurden viele Argumente für Thorium genannt, so dass der Leser relativ unvoreingenommen mit der Thematik umgehen kann.

Ähnlich sollten Sie mit allen kontroversen, vorbelasteten Themen verfahren: Ein eher indirekter Ansatz, der dem Leser viele Vorteile zeigt und bei dem das Tabuthema spät genannt wird.

Natürlich müssen Sie sehr gute Argumente anführen. Je mehr Fakten, desto besser. Zum Beispiel las ich zum Thema „Thorium“ mehrere Studien, etliche Fachartikel und ein Buch.

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Reiner

Wow,
selten so einen banalen “Werbetext” gelesen. Ich nehme an Sie schreiben für Spammailanbieter?

André Dietrich

Ist schon irre, was man als Texter so alles kennenlernt :-)

Reimund Bertrams

Was es doch so alles gibt …

Danke!!!

Martina Roters

Danke André, dass du uns mal wieder in dein “Texerschatulle” hast schauen lassen!