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17 Mai 2009

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 Mai 17, 2009
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Das E-Mail-Postfach ist für Ihre Kunden ein sehr persönlicher Ort. Hier tauschen sie sich mit Freunden und Familie aus. Verabreden sich zum Skatturnier oder zum Grillabend. Erhalten Post von der letzten Urlaubsbekanntschaft.

Was bedeutet dies für Sie, wenn Sie mit E-Mail-Newslettern eine Kundenbeziehung aufbauen möchten oder per E-Mail etwas verkaufen möchten?

Wie stellen Sie es an, dass Ihre E-Mail-Newsletter angefordert und Ihre Verkaufs-E-Mails gelesen werden?

Wie vermeiden Sie es, mit Ihrer Nachricht „Porzellan” (Vertrauen) zu zerschlagen – ähnlich einem Elefant, der sich plump zwischen Tassen und Tellern bewegt?

—> Nun, Sie vermeiden das, indem Sie sich mit Ihrer E-Mail noch individueller auf Ihren Leser einstellen.

Gehen wir in ein Ladenlokal – oder besuchen wir eine Webseite – so wissen wir, dass dies der Platz des Verkäufers oder des Seiteninhabers ist. Wir akzeptieren, dass dort auch „verkauft” wird – und sind darauf eingestellt.

In unserem E-Mail-Postfach sind wir nicht darauf eingestellt. Denn dieses ist nicht zuerst ein Ort um zu kaufen oder zu verkaufen, sondern um zu kommunizieren. Genauso wie wir einen aufdringlichen, unsensiblen Verkäufer an der Haustür abwimmeln – ebenso schnell löschen wir E-Mails, wenn sie in Inhalt, Ton und Stil nicht zu unseren Erwartungen passen.

Zollen Sie Ihrem E-Mail-Leser deshalb Respekt, indem Sie seine Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen:

1.Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihre Leser sehr gut kennen. Machen Sie sich zuallererst Gedanken, an welche eng abgegrenzte Zielgruppe Sie schreiben möchten. An Solar-Handwerker? Franchise-Nehmer? Inhaber von Autowerkstätten?

2.Recherchieren Sie ausführlich, welche Erwartungen diese Zielgruppe an Ihre E-Mail hat. Welche Probleme beschäftigen sie?

3.Beginnen Sie den 1. Satz in der Welt des Kunden. Schreiben Sie nicht: „Wir haben heute ein völlig neues Buchhaltungssystem für Sie!” Sondern: „Ist auch Ihnen die Buchhaltung immer noch zu zeitaufwendig?”

4.Kommen Sie schnell zum Punkt. Langweilen Sie nicht.

5.Bieten Sie nützliche Informationen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Leser mit jeder E-Mail etwas erfährt, was ihn aufhorchen lässt.

6.Wählen Sie eine sehr persönliche Sprache. Vermeiden Sie aufdringliches Verkaufs-Vokabular.

7.Gestalten Sie Ihre E-Mail wie einen persönlichen Brief. Überfrachten Sie den Text nicht mit HTML.

Gerade in heutigen Zeiten, in denen man von E-Mail-Newsletter-Angeboten regelrecht überschwemmt wird, ist es wichtig, sich noch genauer auf seinen Leser einzustellen. Noch persönlicher zu schreiben. Noch mehr Nutzen zu bieten. Gelingt Ihnen das, so werden Sie Gehör finden – auch für Ihre Verkaufs-Botschaft.

Je persönlicher Ihre E-Mails sind, um so höher wird die Response sein. Das macht Arbeit. Aber es lohnt sich.

Anja Planken, www.plankentext.de

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Uwe Hiltmann

@ Simone: E-Mails ohne vorherige Einwilligung ist auch schon jetzt verboten und kann abgemahnt werden. Da solltest du deinen Kunden lieber schon gleich jetzt drauf aufmerksam machen. Siehe auch http://www.akademie.de/marketing-pr-vertrieb/marketing/kurse/basiswissen-e-mail-marketing/marketing-e-mail-newsletter/rechtliche-grundlagen-e-mail-marketing.html

Liebe Grüße
UHI

SDomahs

 Hallo Anja, super Beitrag. Ist wie für meinen Interessenten geschrieben, der dringende Hilfe bei seinen E-Mail-Texten braucht. Doch nicht nur das. Er schickt seine Werbe-E-Mails noch ohne  Zustimmung – einfach so an Adressen aus einem Messe-Katalog raus – was laut unserem zukünftigen Datenschutzgesetz wohl keine Zukunft hat. Hier ist also nicht nur Text-Hilfe gefragt. Dein Beitrag ist für mein Erstgespräch am Montag eine gute Vorbereitung.Auch vielen Dank für deine gute Anregung, Martina. 

Martina Roters

Schöner Beitrag, Anja! Die Crux heute ist die, dass die meisten mehr Newsletter haben als ihre Zeit erlaubt. Ich finds schon richtig witzig, in der W3b-Umfrage: Ob es für mich wichtig sei, von Unternehmen auch einen Newsletter erhalten zu können. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ich bin froh, wenn ein Unternehmen auch ohne Newsletter an mich auskommt. Was eine gute Idee ist: Wenn mir gleich gesagt wird, wie oft ich Post erhalte, z. B. nur x mal im Jahr (z.B. war mir das glaube ich bei der Deutschen Knochenmarksspende wohltuend aufgefallen http://www.DKMS.de ) Es ist aber recht schwierig die richtige… Weiter lesen »