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Beatrice Fischer-Stracke: Über Google-Updates, Keyworddichte und WDF*IDF …

2 Juni 2015

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 Juni 2, 2015
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Google-Updates und WDF*IDF im Sinne der Google-Richtlinien

© photodune-5025337-robot-s. retro robot on a keyboard

Wie wichtig sind sie für die Sichtbarkeit eines Internet-Textes und wie können Profitexter die Google-Updates sowie WDF*IDF für ihre Kunden ausnutzen?

In erster Linie geht es bei Texten, die im Internet erscheinen darum, dass sie von den Suchenden gefunden werden. Speziell in Verkaufstexten oder sales letters ist das vorderste Ziel, dass das geschriebene Verkaufsgespräch den Leser so animiert, dass er zumindest ein Interesse an dem jeweiligen Angebot bekundet. Im Idealfall sofort Kunde wird.

Damit Texte gefunden werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören die Online- und die Offlineoptimierung einer Website. Für uns Verkaufstexter ist deshalb die Onpage-Optimierung interessant. Denn hier steht der Webseiten-Inhalt, auch Content genannt, im Mittelpunkt.

Dabei spielt eine Suchmaschine wohl die größte Rolle, denn nach ihr richten sich so gut wie alle Webmaster, Texter und auch Suchende aus. Die Rede ist natürlich von Google. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer die relevantesten Suchergebnisse auszuspucken auf bestimmte Suchbegriffe, die in die Suchmaske eingegeben werden.

Doch Google ist kein starres Gebilde, es arbeiten hochkonzentrierte und findige Köpfe dahinter, die uns immer wieder wie zu Weihnachten kleine oder größere Updates schenken. Nicht immer bescheren sie die reine Freude …

In den letzten Jahren gab es nun von Google mehrere Updates, die unterschiedlich große Auswirkungen auf das Ranking einer Domain oder einer bestimmten Seite hatten. Sie wurden mit sympathisch wirkenden Tiernamen versehen … vielleicht damit man nicht gleich gegen sie eingestellt ist. Das Panda-Update hat aber tatsächlich den Namen seines Entwicklers Navneet Panda erhalten.

Vor dem Panda gab es erstmal den Pagerank, benannt nach einem der Google-Gründer Larry Page. Der Sinn war, den Suchenden möglichst zielgenaue Ergebnisse zu liefern. Dies geschah z. B mit Hilfe von Metatags, viel Text, der Zahl der Besucher und natürlich der Statistiken, wie häufig sie verlinkt war und mit welchen Seiten. Leider wurde dies immer wieder missbraucht und so änderte und ändert Google seine Strategien immer wieder.

Es kam dann eine bärige Google-Variante ins Spiel, nämlich das Panda-Update. Darauf folgten das Penguin- und das Hummingbird-Update. Hier ein kurzer Überblick über den kleinen Google-Zoo.

Was bewirkte das Panda-Update?

Das Panda-Update hat Content-Farmen Einhalt geboten. Es wurde mehr auf die Aussage als auf reinen Text hin geprüft. Wie genau und mit welchem Algorithmus dies bewerkstelligt wird, weiß nur Google selbst.

Zumindest hat er bewirkt, dass mehr Wert auf gute und einzigartige Inhalt gelegt wird und kopierte Texte, sogenannter Duplicate Content, ins Hintertreffen geraten sind.

Bei vielen Shopanbietern, um nur ein Beispiel zu nennen, war der Schrecken groß, weil sie durch die neuen Suchkriterien abgestraft wurden. Webseiten mussten geändert werden, damit man wieder vorne in der Liga mitspielen durfte.

Wer von vorneherein gute und nützliche Texte auf seiner Website veröffentlichte, zog jetzt seinen Gewinn daraus. Denn diese Seiten wurden besser bewertet und die sogenannten Content-Farmen oder Seiten mit minderwertigen Texten wurden nach hinten verschoben.

Penguin und Hummingbird im Kampf für Google’s Richtlinien

Penguin:

Das Rauschen war groß im SEO-Wald, als die Kunde vom Penguin-Update über den großen Teich schwappte. Doch warum?

Der Google-Algorithmus mit Namen Penguin suchte unsaubere und unnatürliche Linkverbindungen. In diesem Zusammenhang wurden übrigens auch zwei große deutsche Agenturen abgestraft.

Penguin soll verhindern, dass Webseiten-Betreiber sich Linkansammlungen zulegen oder massiv Links kaufen, um auf den vordersten Plätzen bei der Google-Suche zu landen. Dies hat vielen Domaininhabern enorme Verluste gebracht, von denen sich nur ein kleiner Prozentsatz erholen konnte.

Die SEO-Agentur Sistrix hat eine sehr informative Zusammenstellung darüber gegeben:

Was wurde aus den Penguin-Opfern?

Nun kommt noch im Schnelldurchgang unser Google-Kolibri.

Hummingbird:

Dieser Algorithmus stellt eine gänzlich neue Generation von Google-Updates dar. Hier geht es nicht nur um Keywords, sondern um ganze Sätze, die man in die Suchmaske eingeben kann. Sinn dieses Updates ist es, dem User schnell und präzise die gewünschten Informationen zu liefern. Deshalb auch der Name „Hummingbird“ also Kolibri.

Relevant sind hier Suchanfragen, die mit Wer, Wie, Wo, Was, Warum beginnen, wie z. B. „Wer schreibt die besten Verkaufstexte?“. Dieses Update ist deshalb im Umkehrschluss für Texter äußerst relevant, indem man solche Sätze in die eigenen Texte miteinbaut. Auf diese Weise bietet man den Suchmaschinen das geeignete Futter und erschließt Content-Schöpfern viele Möglichkeiten, Texte gut zu platzieren.

Bei Wikipedia heißt es: „Der Hummingbird-Algorithmus hingegen analysiert die Verbindung zwischen den einzelnen Wörtern einer Suchanfrage, konzentriert sich also nicht nur auf einzelne Wörter, sondern betrachtet den gesamten Satz, um die Absicht der Suchanfrage besser zu verstehen.“

Man spricht hier auch von einer Longtail-Strategie. Es geht hier eben nicht nur um einzeln platzierte Keywords, sondern um Bildung von mehreren Begriffen oder direkt ganzen Sätzen, sowohl vom Suchenden als auch vom Webseitenbetreiber.

So nun haben wir einen kleinen Überblick über die wohl berühmtesten Google-Updates der letzten Zeit. Zwischendrin wurden viele kleinere Updates gemacht, die ich aber hier nicht erwähne. Das würde den Rahmen sprengen.

Wie sieht es nun mit der sogenannten Keywortdichte und weiterführend mit WDF*IDF aus?

Keyworddichte … was hat es damit auf sich?

Klar, welcher Texter kennt sie bei Internettexten nicht, die Keyword-Suche oder die Recherche nach Begriffen, die unbedingt bei Google gelistet werden sollten. Damit Menschen, die danach suchen, die Seite auch finden.

Der Suchende muss aber den entsprechenden Text ja erst finden. Deshalb sollten Texter SEO (Suchmaschinenoptimierung) nie so ganz außer Acht lassen. Sich selbst zu beobachten, wie man sucht, ist hier eine sehr gute Hilfe, um den eigenen Text so auszurichten, dass er von Lesern auch gefunden wird.

Dieses Keyword sollte man nun prozentual so im Text verteilen, dass es von den kleinen Spinnentierchen der Suchmaschinen, den Robots, aufgegriffen, gelistet und möglichst weit vorne in den Suchergebnissen platziert wird.

Hier wurden die Strategien auch immer wieder verändert. Zunächst hieß es, die Keyworddichte solle zwischen 3 % und 8 % betragen, einige Zeit später sollten es dann nur zwischen 2 % und 5 % sein.

Inzwischen halten viele die Keyworddichte für irrelevant. Ein prominenter Vertreter davon ist z. B. Karl Kratz. Auf seinem Blog steht, warum. In dem Zusammenhang kann man sich sein mathematisch aufbereitetes E-Book herunterladen, das er zusammen mit Jana Engelmann erarbeitet hat:

Kill Keyword-Density

Er spricht sich dagegen für die WDF*IDF-Methode aus. Ja, was ist das denn schon wieder, werden Sie jetzt vielleicht fragen.

WDF*IDF verbessert die Sichtbarkeit Ihrer Internettexte

Eine kurze Erklärung des Begriffes soll Klarheit verschaffen. Ergänzend dazu: Ein Schlüsselwort oder auch ein Longtail-Keyword wird inzwischen im Fachjargon als „Term“ bezeichnet.

WDF ist die Abkürzung von Within Document Frequency und bedeutet, dass hier die Gewichtung Ihres Schlüsselbegriffes innerhalb eines Dokumentes errechnet wird. D. h. es wird berechnet, in welcher Relation es zu allen anderen Wörtern im Text steht.

IDF bedeutet Inverse Document Frequency und zeigt, in welcher Relation dieser Schlüsselbegriff zu allen im Netz vorhandenen Texten steht.

Multipliziert man WDF mit IDF, erhält man eine sehr präzise Darstellung,

  • – wie häufig der geprüfte Term im Artikel vertreten ist,
  • – wie er im Verhältnis zu den Texten der Mitbewerber für diesen Begriff steht,
  • – ob er eventuell zu häufig vorkommt und deshalb als Spam bezeichnet werden könnte etc.

Die mathematische Berechnung ist ziemlich aufwendig, zumindest für Menschen, die rechnerisch nicht so versiert sind. So ist es doch sehr schön, dass es einige Tools gibt, mit denen man die WDF*IDF-Formel recht schnell anwenden kann.

Dieses hier ist zwar limitiert auf eine bestimmte Anzahl von Analysen täglich, aber kostenlos und gut: Das WDFIDF-Tool

Fazit: Die letzten Google-Updates haben im Grunde auch die Marschrichtung vorgegeben. Google legt Wert auf gute Inhalte, frischen Content und Einzigartigkeit. Keyword-Wüsten oder viele gekaufte Links sind weder nützlich noch erwünscht und schaden eher im Ansehen bei Suchmaschinen und beim Leser.

So interessant und sinnvoll viele SEO-Maßnahmen sind, so sollte sich ein Texter, egal ob er Verkaufs- und Werbetexte, Blogartikel oder anderes schreibt, immer daran halten, gut lesbare, wertvolle und anziehende Texte zu erstellen. Immer im Sinne desjenigen, der genau dieses Angebot sucht.

Dennoch ist SEO, in diesem Zusammenhang vor allem Onpage-Optimierung, nicht zu vernachlässigen, denn wir wollen ja dem Kunden auch einen Vorteil verschaffen durch unsere Texte. Dieser schlägt sich in der Sichtbarkeit einer Webseite oder Web-Anzeige nieder und damit letztlich im Erfolg und Gewinn für den Auftraggeber. WDF*IDF unterstützt dabei, eine Webseite nach vorne bringen zu können mit ganz legalen Mitteln.

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