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10 August 2018

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 August 10, 2018
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Kategorie Storytelling

Gutes Marketing durch Storytelling

 

 

Von Beatrice Fischer-Stracke

 

Haben Sie wirklich nichts zu erzählen?

Oder nehmen Sie sich nur bescheiden zurück …

Als Unternehmer erwartet man von Ihnen schließlich keine Geschichten, sondern konkrete Daten und Fakten, Zahlen und Berichte, Innovation und Durchsetzungsvermögen.

Davon sind Sie überzeugt.

Aber … ist das wirklich so?

Schauen Sie sich mal große Konzerne an. Sie haben alle eine Entstehungsgeschichte. Besonders in Erinnerung ist sicher noch sehr vielen der Gründer von Apple, Steve Jobs. Er war ein Visionär und ein Meister im Storytelling.

Und gerade mit seinen Geschichten, seinen Visionen hat er die Menschheit begeistert, hat er seine Mitarbeiter motiviert. Er war ein begnadeter Geschichtenerzähler. Und fast immer ging es um seine eigenen Erlebnisse. Besonders sticht seine Rede 2005 an die Absolventen der Stanford University hervor. Er schaffte es aber damit nicht nur, dass die Leute ihm an den Lippen hingen, er inspirierte sie und weckte in ihnen ihre eigene Leidenschaft.

Es gibt viele Wege, Geschichten zu erzählen und viele Formen des Storytellings. Der Herr des iPhones ist das perfekte Beispiel für den Protagonisten einer Heldenreise. Die ließ er seine Zuhörer auch immer und immer wieder durchleben.

 

Nehmen Sie Ihre potenziellen Kunden mit auf Ihre Heldenreise

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ich liebe Geschichten. Ich liebte sie schon als Kind in Form von Märchen oder Sagen.

Das war Spannung pur:
• Was musste der Held alles durchleben?
• Welche Abenteuer oder Prüfungen durchstehen?
• Und vor allem: Wie hat er es geschafft, siegreich aus dem Ganzen hervorzugehen?

Als Kind erleben Sie die Wandlungen des Helden vom naiven oder schwachen Individuum zum starken, glorreichen Sieger hautnah mit. Und Sie sehen immer auch sich selbst in dieser Gestalt: Wie wäre es, wenn ich … dieser Held wäre?

Als Unternehmer sind Sie ein Held.

Sie sind risikobereit, mutig und tragen eine Verantwortung. Nämlich Ihren Mitarbeitern und Ihren Kunden gegenüber. Letztlich auch sich selbst.

Nicht jeder hat das Zeug zum Unternehmer. Sind Sie einer, gibt es einige Faktoren, die Sie auszeichnen.

Sind Sie z. B. besonders erfindungsreich, haben ein richtig gutes kaufmännisches Gespür oder eine starke Vision, die Sie Wirklichkeit werden ließen? Oder betreiben Sie ein Familienunternehmen, dessen guten Ruf Sie erhalten und eventuell sogar über die Region hinaus erweitern.

Oder irrten Sie wie Odysseus sieben lange Jahre durch Höhen und Tiefen, bis Sie endlich erfolgreich Ihr Business zum Erfolg katapultierten.

Es gibt jede Menge Stoff, Geschichten über sich zu erzählen. Menschen lieben sie.

 

Warum gutes Storytelling Ihrem Unternehmen mehr Aufmerksamkeit beschert und Ihre Kunden bindet …

Denken Sie nur an gute Redner. Sie binden immer Storys mit ein.

Warum? Weil man ihnen gebannt zuhört.

Das Publikum stellt Vergleiche mit sich selbst an, lässt sich motivieren und inspirieren.

Storytelling hilft dem Erinnerungsvermögen Ihrer Leser oder Zuhörer auf die Sprünge. Tagtäglich werden wir von einer Informationsflut überspült. Wie hier das Relevante herausfiltern …

Mit einer wichtigen Kernaussage innerhalb Ihrer Geschichte lassen Sie einen emotionalen Anker in deren Herz und Gehirn fallen. Man erinnert sich an Sie und Ihr Business anhand einer speziellen Handlungs- oder Entstehungsgeschichte. Einer bestimmte Quintessenz oder vielleicht auch nur wegen eines einzigen Ausspruchs, der sich in die Gehirnzellen einbrennt.

Denn was passiert während Sie Ihre Geschichte erzählen? Die Zuhörer identifizieren sich mit Ihnen bzw. der Geschichte:
• Sie sind gespannt, die Reise beginnt,
• sie fiebern mit,
• sie verspüren Angst bei Gefahr,
• sie trauern bei einem Misserfolg und
• schlussendlich sind sie glücklich, erleichtert und freuen sich über den Erfolg.

Dabei muss es nicht immer die eigene Geschichte sein, die Ihr Unternehmen ins Bewusstsein der Verbraucher pflanzt. Erzählen können Sie auch über jemanden, der mit Ihrem Produkt ein besseres Leben hat. Sie können auch Geschichten erfinden, dann sollte dies aber klar erkennbar sein. Sonst ist es ein No-Go.

Geschichten lassen sich überall einbinden. Sei es im Vortrag, im Meeting, als Werbegeschichte oder in Blogartikeln. Ganz egal, ob sie gesprochen, geschrieben oder im Video dargestellt werden.

 

Welche Geschichte darf’s denn sein?

Im Vorfeld machen Sie sich Gedanken über den Inhalt Ihrer Story. Über Zielsetzung und Ihren Idealkunden. Wen sprechen Sie an? Sie sollten einen genauen Handlungsablauf festlegen. Dabei Ihre Marke und den Wert, wofür sie steht, klar herausstellen.

Unterscheiden Sie auch, ob Sie eine Story in den Blogbeitrag einbinden, ob sie zur Corporate Identity dient oder ob Sie damit einen Vortrag bereichern möchten.

Im Blog kann die Geschichte durchaus ausführlicher behandelt werden. Auf einer Firmenseite sollte vor allem die Kernaussage und wie es dazu kam im Mittelpunkt stehen. Im Vortrag dient die Geschichte meist zur Untermauerung einer Behauptung.

Dazu haben wir verschiedene Varianten. Ich habe mal drei herausgepickt:
1. Der Firmeninhaber erzählt entweder selbst eine Story aus seinem Leben. Oder sie wird von einem Außenstehenden dargeboten. Sie kann auf seiner beruflichen Erfahrung oder dem Werdegang basieren. Alternativ wirkt auch ein Rückblick sehr emotional, z. B. auf die Kindheit und wie sein Wunsch, etwas zu erschaffen, entstanden ist.
2. Kunden beschreiben, welche Erfahrungen sie gemacht haben mit Produkt xy. Wie sie zunächst äußerst skeptisch waren. Dann aber damit schlank, schön oder reich wurden. Vielleicht hat es ihnen die Arbeit in Beruf, Haushalt oder generell im Leben erleichtert.
3. Eine Variante kann auch die Produktgeschichte sein. Woher kam die Idee und wie ging man an die Umsetzung. Wer war daran beteiligt und unter welchen Schwierigkeiten stand die Produktion, bis die Vision eindrucksvoll Wirklichkeit wurde. Aber verbeißen Sie sich nicht darin, jedes Detail genauestens zu erzählen. Das will man nicht hören. Wichtig daran ist die Entstehungsgeschichte und der emotionale Inhalt.

Vergessen Sie nie, dass Sie für Menschen schreiben oder sprechen. Menschen wollen mitgenommen werden auf Ihrer Heldenreise. Es muss sie berühren, sonst bleibt Ihr Verkauf unberührt.

Wie wir schon oben festgestellt haben, identifizieren sich Menschen mit dem Helden. Durchleben alles mit ihm. Ihre Gehirne synchronisieren sich sozusagen. Dafür sorgen die Spiegelneuronen, mit denen wir Menschen ausgestattet sind. Und die für Gefühle verantwortlich sind.

Die Welt braucht Helden. Erschaffen Sie sich mit Ihrer Heldenstory Ihre Markenidentität. Füllen Sie das weiße Blatt mit Ihrer Unternehmerpersönlichkeit und Ihren einzigartigen Geschichten. Damit potenzielle Kunden wissen, was sie erwarten dürfen von Ihrem Unternehmen.

 

Herzlichst Ihre

Beatrice Fischer-Stracke

 

PS: Ach ja und servieren Sie Ihre Heldenstory nicht als Selbstbeweihräucherung. Stellen Sie Ihre Werte dar und vermitteln Sie Ihre Leidenschaft. Dann entfachen Sie auch das Kauf-Feuer in Ihren zukünftigen Kunden.

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