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BFS Texte: Storytelling und Content-Marketing – Die Schlacht am kalten Buffet

31 Mai 2016

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 Mai 31, 2016
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Im Haifischbecken um die Gunst des Kunden buhlen durch Storytelling und Content-Marketing

Sie kennen doch die Geschichte mit dem einzig übriggebliebenen Schnitzel auf dem Tisch. Das Licht geht aus … und 10 Gabeln stecken in einer Hand. Autsch. Da hat es wohl nicht viel genützt, dass man als schnellster am Schnitzel war. Der Preis war hoch.

So ähnlich geht es auch zu bei der Schlacht um den Kunden. Texte schreiben für Kunden sind ein vielbegehrtes Objekt auf dem Buffetangebot. Da wird schon oft mit Dumpingpreisen gelockt, um Aufträge zu bekommen. Doch so mancher Auftraggeber, der hier zuschlägt, schneidet sich ins eigene Fleisch. Qualität und Niedrigstpreise lassen sich eben nur schwer vereinbaren.

Ja, auch wir Texter leben im Haifischbecken. Wer schnappt sich die besten Fische? Besonders Werbe-Agenturen kämpfen um sie. Und seit etwa 2-3 Jahren halten sie die Begriffe Storytelling und Content-Marketing zwischen den scharfen Zähnen. Zwei saftige Brocken, mit denen sich gut Geld verdienen lässt.

Da kommt die Frage auf: Warum gerade jetzt? Warum springen alle auf den erfolgversprechenden Zug auf? Auf den ersten Blick leicht zu erkennen: Alle wollen mehr Kunden. Und jetzt haben sie das Mittel der Wahl entdeckt. Nicht zuletzt auf Druck von Suchmaschinen-Mama Google.

Denn die fordert immer lauter und stärker, dass nur diejenigen Texte belohnt werden, die tatsächlich gute und nützliche Inhalte bereitstellen. Und das nennt man neudeutsch Content-Marketing. Man könnte sagen, es ist ein Trend-Baby, während Storytelling so alt wie die Geschichte der Menschheit ist. Doch zunächst …

Content-Marketing – welche Vorteile bringt es und für wen ist es geeignet?

Im Grunde sollte sich jeder Unternehmer, der auch im Internet tätig ist, mit diesem Thema gründlich auseinandersetzen. Denn es ist tatsächlich so, dass ein guter Text, der auch SEO berücksichtigt, schneller gefunden wird und somit auch die Website, auf der er steht.

Dies gilt nicht nur für lange Texte oder Blogartikel. Auch kurze Webshop-Texte sollten unique sein. Das kostet zwar Mühe oder Geld, aber dies sollte es Ihnen wert sein. Ich habe in einer Modezeitschrift (ja, ich bin eine Frau ;-) ) Bildunterschriften gelesen, die waren so einzigartig, dass ich mir wirklich jedes Bild angeschaut habe. Allein, weil der Text darunter so gut war. Wenn Sie dies z. B. in Ihrem Shop machen, zuckt der Finger mit Sicherheit gewaltig über dem Kaufbutton. Und plötzlich macht es dann Klick ….

Große Firmen haben inzwischen entdeckt, wie wichtig Content-Marketing ist. Dies kann man über verschiedene Kanäle betreiben. Klar, Text ist der wohl wichtigste Faktor. Aber auch Videos, z. B. Erklär-Videos, Podcasts, Interviews etc. tun gute Dienste. All dies können Sie dafür nutzen.

Was macht gutes Content-Marketing aus?

Die Frage richtet sich danach aus, welche Zielgruppe Sie haben und was sie von Ihnen oder Ihrem Angebot erwartet.

  • Inhalte Interessieren Ihre Inhalte die Leser?
  • Nutzen Bringen Sie einen gewissen Nutzen?
  • Texte fuer Kunden Werden die Texte aus Kundensicht geschrieben oder wird nur das eigene, bzw. Firmen-Ego in den Vordergrund gestellt?

 

Nun geht es an die Arbeit. Sammeln Sie Fakten über Ihr Thema, so viel wie Sie beschaffen können. Je genauer und packender ein Leser zu seinem gesuchten Thema informiert wird, desto länger bleibt er auf Ihrer Seite.

Bedienen Sie sich hierbei unbedingt der Keyword-Recherche. Und suchen Sie ruhig auch  nach Longtail-Keywords. Suchen Sie so, wie ein Besucher nach Ihrem Angebot suchen würde. Es gibt hierzu einige gute Tools. In erster Linie natürlich das Google Keyword Tool. Dazu benötigen Sie ein Google-Adwords-Konto. Es gibt auch andere, zum Teil kostenpflichtige Tools, die gute Dienste leisten.

Beobachten Sie die Konkurrenz. Was können Sie besser machen? Wo steckt Ihr Vorteil?

Erstellen Sie eine Strategie, wie Sie vorgehen wollen. Nehmen Sie Ihren zukünftigen Kunden mit auf die Reise. Natürlich gibt es auch hier wieder einen englischen Begriff dafür, der in Marketing-Abteilungen gerne so genannt wird: Costumer Journey. Also die Reise des Kunden durch die einzelnen Stationen, bevor er dann kauft. Ob er das dann tut, hängt zum großen Teil von den Inhalten ab, die ihm während seiner Reise geboten werden.

Werden Sie zum Sherlock Holmes für Ihre Kunden. Und zum Wegweiser zu Ihrem Angebot. Aber nicht plump. Führen Sie Ihren Kunden elegant zum Kaufbutton.

Dazu erstellen Sie sich einen Avatar. Erschaffen Sie Ihren Lieblingskunden. Ihm gelten ab jetzt Ihre Texte. Beschreiben Sie ihn so genau wie möglich und geben ihm auch einen Namen. Dann wird er für Sie lebendig und Sie sprechen zu ihm, wie zu einem guten Freund. Es macht einen Unterschied!

Die Texte sollten hochwertig sein, eine echte Information für den Leser. Und sie dürfen ruhig auch Emotionen ansprechen bis zu einem gewissen Grad. Sie sollen den Leser ja neugierig machen auf Ihr Angebot. Aber erzählen Sie keine Märchen.

Wichtigstes Augenmerk: Schlüpfen Sie in das Gehirn Ihres Kunden. Und zwar am besten in beide Gehirnhälften gleichzeitig. Die emotionale, die rechte Seite wird zuerst angesprochen, die rationale, die linke folgt. Deshalb ist auch ein Kunden-Avatar nützlich.

Schreiben Sie IMMER aus Kundensicht. Oder lassen schreiben …

Irgendwann in den letzten Jahren gab es einen lauten Platsch. Ein Hai schlug mit dem Schwanz um sich und entdeckte:

Storytelling – das ist der wahre Verkaufsturbo!

Plötzlich wimmelte es überall im Haifischbecken von Storytellern. Anscheinend war es die beste Werbemethode seit den Steintafeln der Händler im alten Babylon.

Nun, wie ich eingangs schon bemerkte, ist Storytelling beinahe so alt wie die Welt. Zumindest so alt, wie es Menschen gibt. Ob sich die Dinos untereinander schon Geschichten erzählt haben … hmm. Keine Ahnung.

Aber zumindest die Steinzeitmenschen haben schon Geschichten in Felsen geritzt. Und mit Sicherheit haben die Steinzeitjäger ihren Frauen zuhause erzählt, was sie alles für Abenteuer erlebt haben. Wie sie die Beute überlistet und schlussendlich erlegt haben. So haben sich sicher manche ihren Ruf geschaffen, ein besonders erfolgreicher Jäger zu sein.

Andere wieder haben sich vielleicht einen guten Namen gemacht, weil sie besonders scharfe Werkzeuge aus Stein oder Metall machen konnten. Und diese Geschichten wurden – spannend erzählt – an die Kinder weitergegeben. Womöglich entstanden da schon die ersten kleinen Familienunternehmen.

In unserer heutigen Zeit stehen uns unzählig mehr Möglichkeiten zur Verfügung als eine Felswand, Gespräche an der Feuerstelle oder die Steintafeln im alten Babylon. Wir haben eine riesige Medienlandschaft und eine gigantische Werbemaschinerie. Sie setzen die Unternehmen zwar heftig unter Druck, helfen ihnen aber auch, zu überleben und ihren Platz beim Kunden zu behaupten.

Und ein Mittel dazu ist eben Storytelling. Das können Geschichten sein über die Gründung einer Firma oder was jemand erlebt hat, nachdem er Produkt xy gekauft hat. Wichtig ist, dass die Geschichte fesselt. Auch hier haben wir wieder viele Möglichkeiten, wie Texte, Videos etc. Wie sie erstellt wird, ist im Prinzip nebensächlich. Hauptsache, die Geschichte wirkt.

Sie erinnern sich vielleicht noch an den Winter 2015 an das Video der EDEKA-Werbung mit dem alten Vater, der endlich seine Kinder und Enkel Weihnachten wieder sehen wollte. Sie hat mitten ins Herz getroffen und keiner der Nachahmer hat es anschließend geschafft, sich so tief in die Gehirne der Zuschauer einzupflanzen, wie dieses kurze Video.

Wir sehen also: Geht Content Marketing noch relativ rational und sachlich an gewisse Themen, so sollen Geschichten berühren. Gutes Storytelling erweckt Gefühle und Emotionen. Es macht den Kunden zum Verbündeten. Er identifiziert sich mit dem Helden der Geschichte. Er beobachtet ihn, leidet und fiebert mit ihm. Am Ende sieht er sich nun in der Lage, mit dem Angebot sein Problem zu lösen. So sieht eine perfekte Customer Journey aus.

Das macht Storytelling so wertvoll. Am besten gut verpackt in hochwertigem Content.

Ja, Content Marketing und Storytelling sind extrem wichtig, um Kunden zu finden, zu interessieren und ihn dann zum CtA-Button (Call to Action) hinzubewegen.

Abgesehen von dem Hype, der um die beiden Begriffe gerade gemacht wird, kann man sagen: Gute Inhalte wurden schon immer belohnt und Storytelling ist keine Erfindung der Neuzeit ;).

Herzlichst

Ihre

Beatrice Fischer-Stracke

PS: Und übrigens, wir bieten beides und viel mehr schon seit über 10 Jahren an und leben dabei friedlich miteinander im Profitexter-Netz.

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