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31 August 2016

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 August 31, 2016
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Maschinengewehr (Symbolbild)

Erinnern Sie sich an den Film Inception?

Cobb (verkörpert durch Leonardo di Caprio) wird angeheuert, um Robert Fischer, dem Erben eines Milliardenimperiums, den Gedanken einzupflanzen, den Konzern aufzusplitten.

Womit er nicht gerechnet hat, ist, dass Fischer ein mentales Training gegen Eindringversuche bekommen hat, was sich in der Traumwelt, in der sie sich befinden, eine Armee von Verteidigern mit Maschinengewehren auf den Plan ruft.

Wie mit Maschinengewehren verfolgt komme ich mir auch manchmal vor. Ich spreche von der Abwehr, mit der Kunden auf Werbung reagieren. Die ist nämlich kaum weniger heftig.
Das ist ja auch verständlich, denn – machen wir uns nichts vor, jeder Einzelne von uns hat schon negative Erfahrungen gemacht.

Eine Geschichte aus Kindertagen

Meine persönlich erste Erfahrung mit Werbung war, als wir als Kinder das Geld unserer Mutter – gegen deren Anweisung! – für einen teureren Bad-Reiniger ausgegeben hatten, als den, den sie sonst immer benutzte.
Voller Stolz kamen wir nach Hause und übergaben unserer Mutter:
Ajax, „den weißen Wirbelwind„.

Der Plan: Nur ein bisschen Geld mehr – und Mama braucht gar nicht mehr selber putzen – denn das macht ja der weiße Wirbelwind!

(Wem das heute nichts mehr sagt, der kann in dieses YouTube-Video gucken, https://www.youtube.com/watch?v=lMdFUEICsQs;  am besten gleich zu Minute 1:13 vorspulen, der Rest ist ziemlich grauslich anzuschauen!)

Also gab es für uns Kinder statt Lob für unseren Geniestreich nur Schelte!
Das wär ja alles „nur Werbung“ gewesen.
Hätte ich damals ein Maschinengewehr in meiner kleinen Mädchenfaust gehabt – ich hätte den Werber erschossen!
Von dem Tag an war ich gewarnt – wie der Rest der Menschheit auch.

Wie kommt es, dass ich selber nun Werbung mache?

Weil es ist wie mit vielen Dingen, Werbung ist eine Sache, auf die ich selbst schon reingefallen bin, andererseits habe ich auch viele gute Dinge, die mein Leben bereichern, einer Werbung zu verdanken.

Und viele andere Menschen auch.
Einer alten Freundin, die gerade ihre Praxis als Heilpraktikerin eröffnet hatte, klagte mir ihr Leid, wie peinlich es ihr ist, Werbung in eigener Sache zu machen. Ich habe ihr den Kopf gewaschen!

„Es ist sogar Deine heilige Pflicht, Werbung für Dich zu machen, denn wenn Du meinst, dass Du nach Wissen und Gewissen den besten Job machst und Dich für Deine Patienten einsetzt, dann kannst Du doch eigentlich gar nicht verantworten, dass sie möglicherweise an jemand anderen geraten, der vielleicht nur Abzocke betreibt.“

Alles nur Abzocke?

Abzocke ist ein gutes Stichwort.  Da gehe ich mit guten Bekannten essen und sie wissen, dass ich Werbung für eine Abnehmplattform texte. Fast jeder kennt die Anzeigen im Internet und auch das dazugehörige Video, für das ich das Videoskript geschrieben habe. Doch in der Runde der Bekannten hat keiner das Video zu Ende gesehen (gut, sie sind auch nicht wirklich die Zielgruppe, denn sie müssen auch nicht abnehmen…)
Das Interessante ist aber die Begründung: „Das hab ich schnell wieder ausgemacht, weil ich dachte, was dieser Typ da labert, das ist ja bloß „wieder so eine Abzocke! Was? Du stehst dahinter – und das ist überhaupt kein Sch…?“.
Sie sind alle ganz erstaunt, wenn ich Ihnen sage, dass alle, die mit dem Programm erfolgreich 25, 50 oder sogar fast 90 Kilogramm abgenommen haben, dieses Video zu Ende geschaut und für sich befunden hatten, dass es „Hand und Fuß“ hat.

Mir glauben meine Bekannten das, einfach, weil sie meinen Charakter kennen und weil sie auch miterlebt haben, dass ich im Selbsttest – der Auftrag kam damals wie gerufen –  8 kg abgenommen hatte.

Wäre ich jedoch eine fremde Person, dann hätten sie alle symbolische Maschinengewehre in Händen gehabt und mich damit niedergemäht.

Was also tun gegen die innere Abwehrfront gegen Werbung?

Doch was kann man nun als Werbender tun gegen diese zwar verständliche, aber so kontraproduktive Skepsis? Die geht ja so weit, dass der für die Facebook-Werbung  Zuständige mir erzählt hat, dass er fast verzweifelt ist, weil alles echt war, und die Facebook-Kommentare dennoch massenhaft lauteten: „alles nur Fake“.
Nun, im Falle von Facebook könnte man im vorliegenden Fall  kontern mit dem Hinweis, dass die Accounts einer Reihe der begeistert schreibenden Kunden schon länger existieren als die Abnehmplattform…
Gleiches gilt für irgendwelche Foren, in denen wild spekuliert wird – natürlich ohne das Produkt wirklich zu kennen. Falls Sie eine Fangemeinde haben, bitten Sie um Schützenhilfe durch ihre Kunden, natürlich ohne irgendwelche Anreize!

Und beim Texten selbst? Was kann man tun, um den Kunden von der Ehrlichkeit einer Werbung zu überzeugen?

Da fallen mir nur 3 Mittel ein:
1) Sprechen Sie die Skepsis offen an, äußern Sie Verständnis dafür – gerade in einem Newsletter funktioniert das sehr gut.

2) Geben Sie eine Geld-zurück-Garantie

3) Investieren Sie in ein Gütesiegel von neutraler Seite

Wollen wir hoffen, dass damit dann ihre „Inception“ gelingt. Und bitte: Pflanzen Sie nur gute Gedanken. Dann wünsche ich Ihnen, dass  die Saat aufgeht.
Denn wie sagt Cobb im Film?

„Ein Gedanke! Resistent, hochansteckend; wenn ein Gedanke einen Verstand erst einmal infiziert hat, ist es fast unmöglich, ihn zu entfernen. […] Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedankens kann wachsen.“

 

PS: Wenn Sie Grund haben, abzunehmen, und Sie der Name der Firma interessiert, schreiben Sie mir eine Mail an mail1@professionelle-werbetexte.de  Sie bekommen dann von mir eine Mail mit dem Firmennamen. Nichts weiter.

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